Umgebung

Luftbild der Anlage

Zwischen Schwarzwald, Neckar, Ries und Donau erhebt sich, 220 km lang und bis zu 40 km breit, die Schwäbische Alb als oberste Ebene des südwestdeutschen Schichtstufenlandes. Ihrem steilen nordwestlichen Rand sind Vorberge (Zeugenberge) vorgelagert, zu denen auch der Hohenneuffen gehört.

Versteinerungen

Vor 200 Millionen Jahren erstreckte sich auch im Gebiet der heutigen Alb ein Meer. Zahlreiche fossile Versteinerungen zeugen von diesem sogenannten Jurameer. Im Zusammenhang mit der Auffaltung der Alpen vor 65 Millionen Jahren hoben und verschoben sich auch die abgelagerten Schichten nördlich der Alpen. Die Schwelle des Albtraufs, an der der Hohenneuffen steht, ist ein deutlicher Überrest dieser komplexen erdgeschichtlichen Entwicklung.

Falkensteinerhöhle

Charakteristisch für die Schwäbische Alb sind vielfältige Karsterscheinungen (Trockentäler, Dolinen, Karstquellen und Höhlen). Sie sind durch die Tätigkeit des sogenannten Schwäbischen Vulkans mitentstanden, der vor 20 Millionen Jahren zu vulkanischen Gasexplosionen führte. Das Kalkgestein der Alb löst sich im Lauf der Zeit durch die im Regen enthaltene Kohlensäure auf. Rund um den Neuffen findet man Tropfsteinhöhlen und im Sommer versiegende Quellen.

Albtrauf

Der Landschaft der Schwäbischen Alb setzte der Dichter Eduard Mörike 1853 ein literarisches Denkmal. In seinem "Stuttgarter Hutzelmännlein" wandert der Schuster Seppe von Stuttgart über die Alb nach Ulm. "Mit großen Freuden sah er bald von der Bempflinger Höhe die Alb als wundersame blaue Mauer ausgestreckt. (...) und den Hohen-Neuffen, dessen Fenster er von weitem hell herblinken sah. Er hielt dafür, in allen deutschen Landen möge wohl Herrlicheres nicht viel zu finden sein, als dies Gebirg, zur Sommerszeit, und diese weite gesegnete Gegend":

 
 
Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook